Glossar

Fachbegriffe ohne Fachchinesisch

Die Begriffe, die in Angeboten, Analysen und Gesprächen über Websites auftauchen, kurz erklärt.

Tempo & Technik

Ladezeit

Die Zeit zwischen dem Klick auf deinen Treffer und dem Moment, in dem die Seite tatsächlich benutzbar ist. Gemessen wird nicht der Serverstart, sondern was am Bildschirm passiert: wann der erste Inhalt sichtbar ist, wann die Seite auf Eingaben reagiert.

Warum das für dich zählt: Wer warten muss, ist wieder weg, oft bevor überhaupt etwas zu sehen war. Bilder und ungünstig geladener Code sind in der Praxis die größten Bremsklötze.

Core Web Vitals

Drei Messwerte, mit denen Google bewertet, wie sich eine Seite anfühlt. LCP (Largest Contentful Paint) misst, wann der größte sichtbare Inhalt da ist. CLS (Cumulative Layout Shift) misst, ob beim Laden noch etwas herumspringt. INP (Interaction to Next Paint) misst, wie zügig die Seite auf einen Klick oder Tipp reagiert.

Warum das für dich zählt: Die Werte sind ein Rankingfaktor, aber vor allem beschreiben sie den Eindruck, den deine Seite beim ersten Kontakt hinterlässt. Gemessen wird zuerst am Handy.

Lighthouse

Ein kostenloses Prüfwerkzeug von Google, eingebaut in Chrome. Es fährt eine Seite unter Laborbedingungen ab und gibt Punktwerte für Performance, Barrierefreiheit, Best Practices und SEO, jeweils mit konkreten Hinweisen.

Warum das für dich zählt: Ein guter Lighthouse-Wert ist ein Indiz, kein Beweis. Der Test läuft unter idealisierten Bedingungen, echte Nutzungsdaten weichen davon ab. Ich nutze ihn als Startpunkt, nicht als Zeugnis.

Caching

Ein Zwischenspeicher. Statt jede Seite bei jedem Aufruf neu aus Datenbank und Vorlagen zusammenzubauen, liefert der Server eine fertige Fassung aus. Das spart Rechenzeit und macht die Auslieferung spürbar schneller.

Warum das für dich zählt: Caching ist ein Baustein, keine Rundumlösung. Ein Caching-Plugin macht aus einer langsamen Seite keine schnelle, wenn Bilder und Code das eigentliche Problem sind.

Responsive Design

Ein Layout, das sich an die Bildschirmgröße anpasst, statt eine feste Breite zu erzwingen. Am Handy stapeln sich Inhalte untereinander, am Desktop stehen sie nebeneinander. Kein Zoomen, kein waagerechtes Scrollen.

Warum das für dich zählt: Über die Hälfte des Verkehrs kommt vom Smartphone, und Google bewertet in erster Linie die mobile Fassung. Mitwachsen allein reicht dabei nicht: Schaltflächen müssen auch mit dem Daumen treffbar sein.

Server-Side Rendering (SSR)

Der Server liefert die fertige Seite aus, statt dem Browser nur ein Gerüst zu schicken, das JavaScript erst noch füllen muss. Die Alternative heißt Client-Side Rendering und ist der Grund, warum manche modernen Websites erst weiß bleiben und dann aufploppen.

Warum das für dich zählt: Inhalte sind sofort sichtbar und für Suchmaschinen sicher lesbar. Bei Projekten mit Vue und Nuxt ist SSR der Normalfall, nicht die Ausnahme.

Frontend und Backend

Frontend ist alles, was im Browser passiert: Layout, Schrift, Farben, Navigation, Formulare, Animation. Backend ist die Technik dahinter: Datenbank, Serverlogik, Schnittstellen, Nutzerverwaltung.

Warum das für dich zählt: Mein Schwerpunkt liegt seit 2013 im Frontend. Backend binde ich an, wo es nötig ist. Wenn du wissen willst, wer bei deinem Projekt was verantwortet, ist diese Trennlinie die nützlichste.

Systeme & Plattformen

CMS (Content-Management-System)

Ein Redaktionssystem. Du meldest dich an, änderst Texte und Bilder, legst Seiten an, und das alles ohne Code anzufassen. WordPress ist das bekannteste, es gibt viele andere.

Warum das für dich zählt: Ohne CMS bist du für jede Kleinigkeit auf jemanden angewiesen. Mit CMS entscheidest du selbst, was du pflegst und was du abgibst.

Headless CMS

Ein CMS ohne eigenen Kopf, also ohne Darstellungsschicht. Es verwaltet nur die Inhalte und gibt sie über eine Schnittstelle heraus. Wie die Seite aussieht, entscheidet ein davon getrenntes Frontend.

Warum das für dich zählt: Sinnvoll, wenn dieselben Inhalte an mehreren Stellen erscheinen sollen, etwa Website und App. Für eine einzelne Firmenwebsite ist es meist Aufwand ohne Gegenwert, und dann sage ich das auch.

Flat-File-CMS

Ein CMS, das Inhalte als normale Textdateien im Dateisystem ablegt statt in einer Datenbank. Grav und Kirby arbeiten so.

Warum das für dich zählt: Weniger bewegliche Teile bedeuten weniger Angriffsfläche, einfachere Sicherungen und ein Umziehen per Ordnerkopie. Für große Redaktionen mit vielen parallelen Zugriffen ist eine Datenbank weiterhin die passendere Wahl.

Website-Baukasten

Ein gemietetes Rundum-System: Wix, Jimdo, GoDaddy und ähnliche. Bauen, Hosting und Pflege stecken in einem Abo, die Bedienung ist bewusst einfach gehalten.

Warum das für dich zählt: Für eine erste Visitenkarte im Netz kann das reichen. Der Preis dafür ist ein Lock-in: deine Inhalte liegen auf einem fremden System und lassen sich nicht ohne Weiteres mitnehmen.

Lock-in

Die Situation, in der du einen Anbieter nicht mehr verlassen kannst, ohne deine Website neu zu bauen. Inhalte liegen in einem geschlossenen Format, Vorlagen gehören dem Anbieter, ein Export gibt es nur als Rohdaten oder gar nicht.

Warum das für dich zählt: Solange alles läuft, merkst du nichts. Spürbar wird es bei Preiserhöhungen, beim Wunsch nach einer Funktion, die es nicht gibt, oder wenn der Dienst eingestellt wird. Ich baue so, dass deine Inhalte bei dir liegen.

Vue.js und Nuxt

Vue.js ist ein JavaScript-Framework, mit dem sich Oberflächen aus wiederverwendbaren Komponenten bauen lassen. Nuxt setzt darauf auf und liefert, was ein echtes Projekt sonst noch braucht: Server-Side Rendering, Routing und den Build-Prozess.

Warum das für dich zählt: Die Kombination lohnt sich bei Anwendungen mit viel Interaktion oder vielen Datenquellen. Für eine klassische Firmenwebsite ist WordPress oft der pragmatischere Weg.

Onepager

Eine Website, die aus genau einer Seite besteht. Angebot, Referenzen und Kontakt liegen als Abschnitte untereinander, die Navigation springt zu Ankern statt zu Unterseiten.

Warum das für dich zählt: Passt, wenn du ein klares Angebot und eine überschaubare Geschichte hast. Sobald du für mehrere Leistungen oder Orte gefunden werden willst, brauchst du eigene Unterseiten: eine einzelne Seite kann nicht auf ein Dutzend Suchbegriffe zugleich einzahlen.

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit

Eine Website so bauen, dass sie auch dann funktioniert, wenn jemand nicht mit Maus und scharfem Blick davorsitzt: ausreichende Kontraste, lesbare Schriftgrößen, Bedienung per Tastatur, Alternativtexte für Bilder, saubere Struktur für Screenreader.

Warum das für dich zählt: Das betrifft mehr Leute, als man denkt, und fast alles davon hilft auch allen anderen. Nachrüsten ist teuer, von Anfang an mitbauen kostet kaum etwas.

BFSG (Barrierefreiheitsstärkungsgesetz)

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz setzt den European Accessibility Act in deutsches Recht um. Seit dem 28. Juni 2025 müssen viele digitale Angebote barrierefrei sein, vor allem solche, über die Kundschaft direkt bestellt, bucht oder bezahlt. Kleinstunternehmen sind bei Dienstleistungen in Teilen ausgenommen.

Warum das für dich zählt: Ob dich die Pflicht trifft, hängt an Unternehmensgröße und Angebot. Ich baue solide Grundlagen ein. Eine rechtssichere Prüfung gehört zu spezialisierten Prüfstellen, und dorthin verweise ich auch.

WCAG

Die Web Content Accessibility Guidelines des W3C, der internationale Prüfmaßstab für Barrierefreiheit. Drei Stufen: A ist das Minimum, AA der übliche Zielwert und die Referenz der europäischen Norm EN 301 549, AAA geht darüber hinaus und ist selten vollständig erreichbar.

Warum das für dich zählt: Wenn ein Angebot oder ein Audit von Barrierefreiheit spricht, ist damit fast immer WCAG 2.1 oder 2.2 auf Stufe AA gemeint. Ohne diese Angabe ist die Aussage wertlos.

Semantisches HTML

Code, der benennt, was ein Element bedeutet: eine Überschrift ist als Überschrift ausgezeichnet, eine Navigation als Navigation, ein Knopf als Knopf. Das Gegenteil sind Seiten, die alles aus formatierten Textblöcken bauen und nur optisch nach Struktur aussehen.

Warum das für dich zählt: Screenreader und Suchmaschinen lesen genau diese Struktur. Sie ist die Grundlage für Barrierefreiheit und kostet beim Bauen nichts extra, beim Nachrüsten dagegen viel.

SEO & Auffindbarkeit

Lokale SEO

Alles, was dafür sorgt, dass du bei Suchanfragen mit Ortsbezug auftauchst: „Elektriker in der Nähe", „Sanitär Ratzeburg", die Kartenansicht, das Umfeld. Dazu gehören ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, einheitliche Kontaktdaten überall im Netz, echte Bewertungen und Seiten, die den Ort auch benennen.

Warum das für dich zählt: Hier zählt nicht das größte Werbebudget. Wer vor Ort sucht, will meist am selben Tag beauftragen, und das ist die Anfrage mit der höchsten Abschlussquote.

Google-Unternehmensprofil

Der kostenlose Eintrag, der bei einer Suche nach deinem Namen als Kasten erscheint und dich in Google Maps sichtbar macht: Öffnungszeiten, Kontakt, Leistungen, Fotos, Bewertungen. Früher hieß das Google My Business.

Warum das für dich zählt: Für viele Betriebe ist das der erste Kontaktpunkt überhaupt, oft noch vor der Website. Vollständige Angaben und beantwortete Bewertungen wirken hier stärker als jede Feinarbeit an der Startseite.

Strukturierte Daten

Unsichtbare Angaben im Quelltext, die einer Suchmaschine unmissverständlich sagen, worum es geht: Das hier ist eine Leistung, das eine Öffnungszeit, das eine Bewertung. Der gängige Wortschatz dafür heißt schema.org.

Warum das für dich zählt: Google muss dann nicht raten. Das kann zu auffälligeren Treffern führen, etwa mit Sternen oder Öffnungszeiten direkt im Suchergebnis. Eine Garantie dafür gibt es nicht, Google entscheidet das selbst.

Schema-Markup

Schema-Markup schreibt strukturierte Daten konkret auf: im gemeinsamen Vokabular von schema.org, notiert als JSON-LD in einem Script-Block im Quelltext. Gängige Typen sind LocalBusiness für den Betrieb, Service für eine einzelne Leistung, FAQPage für Frage-Antwort-Blöcke und BreadcrumbList für den Pfad in der Navigation.

Warum das für dich zählt: Auffälligere Suchtreffer mit Sternen oder Öffnungszeiten sind der sichtbare Teil. Der unsichtbare wiegt inzwischen schwerer: KI-Suchsysteme lesen die Auszeichnung, um Aussagen eindeutig einem Betrieb, einer Leistung oder einer Frage zuzuordnen. Diese Website liefert ihre Blöcke automatisch mit; in deine baue ich sie bei einem Website-Projekt oder bei der KI-Integration ein.

Sitemap

Eine Datei, meist unter /sitemap.xml, die alle Unterseiten deiner Website auflistet. Suchmaschinen nutzen sie als Wegweiser, statt sich allein durch Links zu hangeln.

Warum das für dich zählt: Eine fehlende oder veraltete Sitemap ist einer der häufigsten Gründe, warum einzelne Seiten gar nicht erst in der Suche landen. Sie ersetzt keine gute interne Verlinkung, sie ergänzt sie.

GEO (Generative Engine Optimization)

Generative Engine Optimization, kurz GEO, bezeichnet die Optimierung von Inhalten für KI-Suchsysteme: Google AI Overviews, ChatGPT Search, Perplexity und Bing Copilot. Diese Systeme formulieren eine eigene Antwort und nennen dazu eine Handvoll Quellen. Zitiert wird, was als klar abgegrenzte Passage vorliegt: eine konkret gestellte Frage und direkt darunter eine kurze, faktisch dichte Antwort.

Warum das für dich zählt: GEO ersetzt klassische SEO nicht, es baut darauf auf. Deine Seite muss weiterhin gefunden und gelesen werden. Neu ist der Ausgang: Ein wachsender Teil der Suchen endet ohne Klick auf eine Website, und dann entscheidet die zitierte Passage, ob dein Name überhaupt fällt. Womit ich in Projekten anfange, steht bei der KI-Integration.

AEO (Answer Engine Optimization)

Answer Engine Optimization, kurz AEO, ist der ältere Nachbarbegriff zu GEO. Er stammt aus der Zeit der Antwortboxen, also der Kästen, die eine Frage schon in den Suchergebnissen beantworten. Gemeint ist derselbe Handgriff: die Frage so stellen, wie Leute sie tatsächlich eingeben, und die Antwort in zwei bis drei Sätzen darunter setzen, bevor die ausführliche Erklärung folgt.

Warum das für dich zählt: In der Praxis kannst du AEO und GEO als eine Sache behandeln, der Unterschied liegt nur im Alter der Begriffe. Sichtbar wird die Arbeit an Seiten wie den häufigen Fragen: jede Frage in ganzen Sätzen beantwortet, statt auf eine Unterseite verwiesen. Wie ich das in Projekte einbaue, steht auf der Seite zur KI.

Design & Marke

Corporate Design

Das visuelle Regelwerk deiner Marke: Logo, Farben, Schriften, Bildsprache und die Vorgaben, wie das alles zusammenspielt. Nicht nur eine Sammlung von Dateien, sondern Entscheidungen, an die sich Website, Fahrzeugbeschriftung und Visitenkarte gleichermaßen halten.

Warum das für dich zählt: Wiedererkennung entsteht durch Wiederholung. Ein Logo allein schafft sie nicht, ein durchgezogenes System schon.

Design-System

Ein dokumentierter Baukasten: Knöpfe, Formularfelder, Karten, Abstände, Farbrollen und Schriftgrößen, einmal festgelegt und in Design und Code identisch gehalten. Neue Seiten werden daraus zusammengesetzt statt jedes Mal neu erfunden. Es ist die Form, in der Konsistenz im Screendesign haltbar wird.

Warum das für dich zählt: Das ist der Unterschied zwischen einer Website, die nach zwei Jahren Erweiterung noch aus einem Guss wirkt, und einer, die auseinanderläuft. Es beschleunigt außerdem jede spätere Änderung.

Wireframe

Eine grobe Skizze ohne Farbe, ohne Bilder, ohne fertige Schrift. Sie zeigt nur, welche Inhalte auf eine Seite kommen, in welcher Reihenfolge und wie man von dort weiterkommt. In der Konzeption eines Screendesigns ist sie der Schritt vor jeder Farbentscheidung.

Warum das für dich zählt: Solange nichts gestaltet ist, diskutieren wir über die Sache statt über Geschmack. Struktur später zu ändern kostet ein Vielfaches.

Prototyp

Eine klickbare Fassung des Designs, meist aus einem Designwerkzeug statt aus Code. Du kannst dich durch die Seiten bewegen, Formulare durchspielen und sehen, was ein Klick auslöst, obwohl noch nichts programmiert ist. Im Ablauf eines Screendesigns steht er zwischen dem visuellen Entwurf und der Umsetzung.

Warum das für dich zählt: Du merkst früh, ob etwas hakt, und ich muss es nicht zweimal bauen. Wo es sich lohnt, lasse ich echte Personen aus deiner Zielgruppe durchklicken.

Zusammenarbeit

White-Label

Zuarbeit unter fremdem Namen. Ich entwickle, die beauftragende Agentur bleibt gegenüber ihrer Kundschaft die Absenderin. Kein Auftritt in Meetings unter eigenem Namen, kein Eintrag im Impressum, keine Referenznennung ohne Freigabe.

Warum das für dich zählt: Wenn du Agentur bist, bekommst du Frontend-Kapazität, ohne jemanden fest einstellen zu müssen, und ohne dass die Kundschaft eine zweite Firma im Projekt sieht.

Weitere Begriffe

Largest Contentful Paint (LCP)

Der Zeitpunkt, zu dem das größte sichtbare Element im Bild steht: meistens das Hero-Bild, manchmal ein großer Textblock. Der Wert ist einer der drei Core Web Vitals. Google bewertet alles unter 2,5 Sekunden als gut, ab 4 Sekunden als schlecht. Gemessen wird auf einem gedrosselten Mobilgerät, nicht auf dem Rechner des Entwicklers.

Warum das für dich zählt: Der Wert beschreibt ziemlich genau den Moment, in dem jemand denkt "die Seite ist jetzt da". Alles davor ist Warten, und Wartende springen ab.

HTTP-Request

Jede Datei, die eine Seite braucht, wird einzeln angefordert: das HTML, jedes Bild, jede Schrift, jedes Stylesheet, jedes Script. Eine typische Seite kommt so auf dreißig bis achtzig Anfragen. Jede kostet Zeit, und auf einer mobilen Verbindung kostet der Verbindungsaufbau oft mehr als die Datei selbst.

Warum das für dich zählt: Weniger Anfragen heißt schnellere Seite, besonders bei schlechtem Empfang. Die Zahl ist ein guter Grobindikator dafür, wie viel eine Seite mitschleppt.

Third-Party-Request

Eine Anfrage, die nicht an den eigenen Server geht, sondern an einen fremden: Schriften von einem Font-Dienst, eine eingebettete Karte, ein Video, ein Statistikwerkzeug. Der Browser des Besuchers baut dann eine Verbindung zu einem Unternehmen auf, das mit deiner Seite nichts zu tun hat.

Warum das für dich zählt: Zwei Risiken auf einmal. Fällt der fremde Dienst aus oder wird abgeschaltet, fällt ein Teil deiner Seite mit, ohne Warnung. Und datenschutzrechtlich verlässt dabei die IP-Adresse deiner Besucher das Haus, was ohne Einwilligung heikel ist.

Webfont

Eine Schriftdatei, die der Browser mitlädt, damit die Seite überall gleich aussieht und nicht nur dort, wo die Schrift zufällig installiert ist. Sie kann vom eigenen Server kommen oder von einem fremden Dienst. Kommt sie nicht an, fällt der Text auf eine Ersatzschrift zurück, oft unbemerkt, weil Entwickler und Gestalterin die Schrift lokal installiert haben.

Warum das für dich zählt: Selbst gehostet ist eine Schrift ausfallsicher und datenschutzfreundlich. Vom fremden Dienst geladen ist sie ein Third-Party-Request mit beiden bekannten Risiken.

Viewport-Meta-Tag

Eine einzige Zeile im Kopf des Quelltextes. Fehlt sie, nimmt ein Smartphone an, die Seite sei für den Rechner gebaut, stellt sie in voller Desktopbreite dar und zoomt sie so weit heraus, bis sie ins Display passt. Text wird dann winzig, und man muss waagerecht schieben.

Warum das für dich zählt: Ohne diese Zeile greift kein responsives Layout, auch wenn eines im Stylesheet steht. Es ist die kleinste Ursache mit der größten Wirkung auf dem Handy.

Überschriftenhierarchie (H1 bis H6)

Überschriften sind nicht nur groß und fett, sie bilden das Inhaltsverzeichnis der Seite. Die H1 nennt das Thema und kommt genau einmal vor, darunter gliedern H2 und H3 die Abschnitte, ohne eine Ebene zu überspringen. Baukästen erzeugen hier oft Unsinn und machen jedes optisch große Element zur H1.

Warum das für dich zählt: Screenreader-Nutzer springen von Überschrift zu Überschrift, das ist ihr Inhaltsverzeichnis. Und Suchmaschinen lesen daraus, worum es auf der Seite überhaupt geht.

Landmarks

Auszeichnungen, die die groben Bereiche einer Seite benennen: Kopfbereich, Navigation, Hauptinhalt, Fußbereich. Sie sind unsichtbar und kosten nichts, weil sie ohnehin gebrauchte Elemente ersetzen. Wo sie fehlen, ist eine Seite technisch eine einzige große Fläche aus Kästen.

Warum das für dich zählt: Mit Landmarks springt jemand mit Screenreader in einem Schritt zum Hauptinhalt. Ohne sie muss er sich durch Kopfbereich und Navigation vorarbeiten, auf jeder Seite neu.

Alternativtext (alt-Attribut)

Eine kurze Beschreibung dessen, was auf einem Bild zu sehen ist. Ein Screenreader liest sie vor, und wenn das Bild nicht lädt, steht sie an seiner Stelle. Rein dekorative Bilder bekommen bewusst eine leere Beschreibung, damit die Hilfstechnik sie überspringt statt einen Dateinamen vorzulesen.

Warum das für dich zählt: Ein leeres alt-Attribut ist nur dann richtig, wenn das Bild tatsächlich nichts aussagt. Steht die Information ausschließlich im Bild, ist sie ohne Beschreibung für einen Teil der Besucher schlicht nicht vorhanden.

Cumulative Layout Shift (CLS)

Misst, wie viel auf einer Seite noch herumspringt, während sie lädt: ein Bild ohne Maßangabe, das den Text nach unten schiebt, eine Schrift, die den Zeilenumbruch verändert, ein nachgeladener Hinweisbalken. Der Wert ist einer der drei Core Web Vitals, Google bewertet alles unter 0,1 als gut.

Warum das für dich zählt: Ein springendes Layout ist der Grund, warum man auf dem Handy den falschen Knopf trifft. Ein niedriger Wert heißt schlicht: Was einmal steht, bleibt stehen.

KI-Agent

Ein Programm, das ein Sprachmodell nicht einmal befragt, sondern es eine Aufgabe über mehrere Schritte abarbeiten lässt: lesen, umformen, prüfen, nachfragen. Anders als im Chatfenster gelten dabei feste Regeln, und das Ergebnis muss ein Format treffen, das nachprüfbar ist.

Warum das für dich zählt: Ein Agent ist gut in Fleißarbeit, die niemand gern macht, etwa dreißig formlose E-Mails in ein einheitliches Format zu bringen. Er ist nicht gut darin zu entscheiden, was richtig ist. Deshalb gehört hinter jeden Agenten eine maschinelle Prüfung und ein Mensch, der freigibt. Wie so eine Kette aus mehreren Agenten bei der KI-Texterstellung aussieht, steht auf der Leistungsseite.

Durchsucht alle Seiten, das FAQ und das Glossar. Mindestens 3 Zeichen.