Largest Contentful Paint (LCP)
Der Zeitpunkt, zu dem das größte sichtbare Element im Bild steht: meistens das Hero-Bild, manchmal ein großer Textblock. Der Wert ist einer der drei Core Web Vitals. Google bewertet alles unter 2,5 Sekunden als gut, ab 4 Sekunden als schlecht. Gemessen wird auf einem gedrosselten Mobilgerät, nicht auf dem Rechner des Entwicklers.
Warum das für dich zählt: Der Wert beschreibt ziemlich genau den Moment, in dem jemand denkt "die Seite ist jetzt da". Alles davor ist Warten, und Wartende springen ab.
HTTP-Request
Jede Datei, die eine Seite braucht, wird einzeln angefordert: das HTML, jedes Bild, jede Schrift, jedes Stylesheet, jedes Script. Eine typische Seite kommt so auf dreißig bis achtzig Anfragen. Jede kostet Zeit, und auf einer mobilen Verbindung kostet der Verbindungsaufbau oft mehr als die Datei selbst.
Warum das für dich zählt: Weniger Anfragen heißt schnellere Seite, besonders bei schlechtem Empfang. Die Zahl ist ein guter Grobindikator dafür, wie viel eine Seite mitschleppt.
Third-Party-Request
Eine Anfrage, die nicht an den eigenen Server geht, sondern an einen fremden: Schriften von einem Font-Dienst, eine eingebettete Karte, ein Video, ein Statistikwerkzeug. Der Browser des Besuchers baut dann eine Verbindung zu einem Unternehmen auf, das mit deiner Seite nichts zu tun hat.
Warum das für dich zählt: Zwei Risiken auf einmal. Fällt der fremde Dienst aus oder wird abgeschaltet, fällt ein Teil deiner Seite mit, ohne Warnung. Und datenschutzrechtlich verlässt dabei die IP-Adresse deiner Besucher das Haus, was ohne Einwilligung heikel ist.
Webfont
Eine Schriftdatei, die der Browser mitlädt, damit die Seite überall gleich aussieht und nicht nur dort, wo die Schrift zufällig installiert ist. Sie kann vom eigenen Server kommen oder von einem fremden Dienst. Kommt sie nicht an, fällt der Text auf eine Ersatzschrift zurück, oft unbemerkt, weil Entwickler und Gestalterin die Schrift lokal installiert haben.
Warum das für dich zählt: Selbst gehostet ist eine Schrift ausfallsicher und datenschutzfreundlich. Vom fremden Dienst geladen ist sie ein Third-Party-Request mit beiden bekannten Risiken.
Überschriftenhierarchie (H1 bis H6)
Überschriften sind nicht nur groß und fett, sie bilden das Inhaltsverzeichnis der Seite. Die H1 nennt das Thema und kommt genau einmal vor, darunter gliedern H2 und H3 die Abschnitte, ohne eine Ebene zu überspringen. Baukästen erzeugen hier oft Unsinn und machen jedes optisch große Element zur H1.
Warum das für dich zählt: Screenreader-Nutzer springen von Überschrift zu Überschrift, das ist ihr Inhaltsverzeichnis. Und Suchmaschinen lesen daraus, worum es auf der Seite überhaupt geht.
Landmarks
Auszeichnungen, die die groben Bereiche einer Seite benennen: Kopfbereich, Navigation, Hauptinhalt, Fußbereich. Sie sind unsichtbar und kosten nichts, weil sie ohnehin gebrauchte Elemente ersetzen. Wo sie fehlen, ist eine Seite technisch eine einzige große Fläche aus Kästen.
Warum das für dich zählt: Mit Landmarks springt jemand mit Screenreader in einem Schritt zum Hauptinhalt. Ohne sie muss er sich durch Kopfbereich und Navigation vorarbeiten, auf jeder Seite neu.
Alternativtext (alt-Attribut)
Eine kurze Beschreibung dessen, was auf einem Bild zu sehen ist. Ein Screenreader liest sie vor, und wenn das Bild nicht lädt, steht sie an seiner Stelle. Rein dekorative Bilder bekommen bewusst eine leere Beschreibung, damit die Hilfstechnik sie überspringt statt einen Dateinamen vorzulesen.
Warum das für dich zählt: Ein leeres alt-Attribut ist nur dann richtig, wenn das Bild tatsächlich nichts aussagt. Steht die Information ausschließlich im Bild, ist sie ohne Beschreibung für einen Teil der Besucher schlicht nicht vorhanden.
Cumulative Layout Shift (CLS)
Misst, wie viel auf einer Seite noch herumspringt, während sie lädt: ein Bild ohne Maßangabe, das den Text nach unten schiebt, eine Schrift, die den Zeilenumbruch verändert, ein nachgeladener Hinweisbalken. Der Wert ist einer der drei Core Web Vitals, Google bewertet alles unter 0,1 als gut.
Warum das für dich zählt: Ein springendes Layout ist der Grund, warum man auf dem Handy den falschen Knopf trifft. Ein niedriger Wert heißt schlicht: Was einmal steht, bleibt stehen.
KI-Agent
Ein Programm, das ein Sprachmodell nicht einmal befragt, sondern es eine Aufgabe über mehrere Schritte abarbeiten lässt: lesen, umformen, prüfen, nachfragen. Anders als im Chatfenster gelten dabei feste Regeln, und das Ergebnis muss ein Format treffen, das nachprüfbar ist.
Warum das für dich zählt: Ein Agent ist gut in Fleißarbeit, die niemand gern macht, etwa dreißig formlose E-Mails in ein einheitliches Format zu bringen. Er ist nicht gut darin zu entscheiden, was richtig ist. Deshalb gehört hinter jeden Agenten eine maschinelle Prüfung und ein Mensch, der freigibt. Wie so eine Kette aus mehreren Agenten bei der KI-Texterstellung aussieht, steht auf der Leistungsseite.